ARSAFE APC 2 STÖRLICHTBOGEN-SCHUTZHANDSCHUH

Für Hände, die das
Stromnetz steuern.

ArSafe Thermischer Störlichtbogen-Schutzhandschuh

Gezielt entwickelt für den thermischen Schutz gegen Störlichtbögen. Höchste Taktilität für präzise Schalt- und Montagearbeiten.

ATPV Handrücken
125,3 cal/cm²
ATPV Innenhand
28,1 cal/cm²
ASSH-Klinikleitlinie & Kinesiologie: Beim 200–250-ms-Schreckreflex dreht die schützende Unterarm-Pronation den Arm vor das Gesicht, während der Werkzeuggriff die Innenhand abschattet. Laut American Society for Surgery of the Hand (ASSH) trifft die Plasmastrahlung frontal den HANDRÜCKEN (125,3 cal/cm²). Klinisches Dossier prüfen →
Lichtbogenphysik & Konstruktionsdetails erkunden
Interaktive 360-Grad-Vorschau des ArSafe Handschuhs
0° — Handrücken (125,3 cal/cm²)
PHYSIKALISCHE GEFÄHRDUNGSABGRENZUNG

Millisekunden-Lichtbogen. Massive thermische Einwirkung.

Die Gefährdungen für Hände an elektrischen Anlagen beruhen auf grundlegend verschiedenen Wirkmechanismen. Die strikte Trennung zwischen elektrischer Isolation und thermischem Störlichtbogenschutz ist überlebenswichtig für jede Elektrofachkraft.

125,3 cal/cm²

Extreme Strahlungswärme & Lichtbogenplasma

Hochenergetisches Plasma und extremer Strahlungswärmefluss, die bei einem Störlichtbogen innerhalb weniger Millisekunden freigesetzt werden.

ArSafe Schutzmechanismus: Das Polychloropren-beschichtete Para-Aramid-Komposit schmilzt nicht, tropft nicht ab und blockiert hochdichte Wärmeströme.
EN 388 Stufe 3

Metallschmelzenspritzer & Partikelauswurf

Verdampfende Kupfertropfen mit über 1.000 °C, die beim schlagartigen Abschmelzen von Sammelschienen und Kontakten ausgeschleudert werden.

ArSafe Schutzmechanismus: Dichtes Vollrindleder und Para-Aramid-Konstruktionsnähte bilden eine durchbrennsichere Barriere gegen flüssige Metallspritzer.
100 % Aramidgarn

Akustischer Knall & Explosionsdruckwelle

Heftige mechanische Überdruckfront infolge der schlagartigen Volumenausdehnung überhitzter Luft und verdampfter Leiterwerkstoffe.

ArSafe Schutzmechanismus: Hochfeste Nähte aus 100 % Para-Aramidgarn verhindern Materialaufreißen und Nahtversagen unter Druckstoß.
EN 407 Stufe 4

Intensive optische UV- / IR-Strahlung

Blendende optische Lichtbogenemission gepaart mit intensiver Infrarotstrahlung, die tiefe thermische Gewebeschäden verursacht.

ArSafe Schutzmechanismus: Die opake Kompositbarriere absorbiert UV-/IR-Strahlung vollständig und unterbindet Nachbrennen oder Nachglimmen.
TECHNISCHER & FORENSISCHER PRAXISVERGLEICH // STUFE 01

Warum ArSafe statt innenhandbeschichteter Strickhandschuhe?

Preisgünstige 13G/15G-Strickhandschuhe mit synthetischer Tauchbeschichtung (Nitril, Polyurethan, Schaumlatex) auf der Innenhand, die als „Lichtbogenhandschuhe“ vermarktet werden, erleiden bei einem realen Überschlag in Schaltanlagen dorsales Aufbrechen (Break-Open) und Polymerschmelzen. Nachfolgend der biomechanische, klinische und wirtschaftliche Nachweis für Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa / HSE) und Einkaufsentscheider:

TECHNISCHES FAZIT FÜR ARBEITSSICHERHEIT / HSE (NORMEN & KLINIK)

Warum getauchte Strickhandschuhe in Ausschreibungen auszuschließen sind

Poröse gestrickte Handrücken (~8–12 cal/cm²) erleiden selbst bei einem 400-V-Niederspannungs-Störlichtbogen sofortiges Break-Open (Aufreißen), während Polymerbeschichtungen schmelzen und mit der Haut verkleben.

  • Break-Open-Risiko nach ASTM F2675: Strickmaschen weiten sich unter der Druckwelle und lassen ionisierte Plasmagase durchtreten. Das dicht gewebte, Polychloropren-beschichtete Para-Aramid-Komposit von ArSafe verhindert Break-Open bis 125,3 cal/cm² (APC 2 — 7 kA).
  • Para-Aramid-Panzerung & ASSH-Klinikschutz: Laut ASSH-Verbrennungsdaten liegen die Strecksehnen am Handrücken weniger als 2 mm unter der Haut. Der dorsale Kompositschild von ArSafe widersteht Schnitten, feinen Kupferdrahtstichen und Abrieb (EN 388: 3112X).
  • 100 % nicht schmelzend & ölresistent (EN 407 Stufe 4): Strickgarne saugen Trafoöl und Schmierfett auf und verlieren ihre Flammhemmung. Die Polychloropren-Barriere und Vollrindleder-Innenhand von ArSafe weisen Verschmutzungen ab und erfüllen EN 407: 4X2XXX.
WIRTSCHAFTLICHES FAZIT FÜR DEN EINKAUF (VERBRAUCH & TCO-BILANZ)

Wie die Illusion eines „niedrigen Stückpreises“ die Jahreskosten treibt

Scheinbar günstige Strickhandschuhe verschleißen an Klemmenleisten und scharfen Schaltschrankkanten rasch durch Durchstiche, Ablösung und Verölung — und erzwingen ständige Nachkäufe.

  • 4–6 Paare/Jahr Strickverbrauch vs. mind. 1 Jahr ArSafe: Getauchte Strickhandschuhe erfordern 4 bis 6 Ersatzpaare pro Monteur und Jahr. Gewebtes Para-Aramid und Rindleder bei ArSafe erreichen einen Wechselzyklus von mindestens 1 Jahr.
  • Überhandschuh-Funktion nach OSHA 1910.269: Strickhandschuhe eignen sich nicht als Schutz über Isolierhandschuhen. Über EN-60903-Handschuhen getragen, schützt ArSafe das Elastomer vor Drahtstichen und reduziert die Artikelvielfalt im Lager.
  • Vermeidung gravierender Unfallfolgekosten: Eine einzige Störlichtbogen-Handverbrennung infolge eines aufgerissenen Strickhandschuhs verursacht Operations-, Ausfall- und Folgekosten von über dem 150-Fachen des Jahres-PSA-Budgets.
BIOMECHANISCHE GREIFREALITÄT & KONSTRUKTIONSPARADOXON VON STRICKKONZEPTEN

Bei Lichtbogenzündung umschließt die Innenhand das Werkzeug: Direkt exponiert ist der Handrücken!

Physikalische und biomechanische Grundtatsache: Eine Elektrofachkraft in Schaltanlagen, Zellen oder Trafostationen umfasst fest ein isoliertes Handwerkzeug (Schraubenschlüssel, Drehmomentschraubendreher, Zange, NH-Sicherungsaufsteckgriff oder Spannungsprüfer). In der Millisekunde der Lichtbogenzündung ist die Innenhand physisch um den Griff GESCHLOSSEN und durch den Werkzeugkörper geometrisch abgeschattet. Zudem löst der menschliche Schreckreflex (200–250 ms) eine autonome Unterarm-Pronation zum Schutz des Gesichts aus und richtet den HANDRÜCKEN (Dorsalseite) im 90°-Winkel direkt gegen expandierendes Plasma, über 1.000 °C heiße Kupferspritzer und Strahlungswärme!
Konstruktiver Schwachpunkt innenhandbeschichteter Strickhandschuhe

Offenmaschiger Strickrücken & schmelzende Tauchung

Getauchte Strickhandschuhe konzentrieren ihre Beschichtung auf die Innenhand und belassen den Handrücken als einlagiges, offenmaschiges Gestrick (~6–12 cal/cm²) mit offenen Garnzwischenräumen.

  • Dorsales Break-Open & Sehnentrauma: Unter Explosionsdruck und Plasmastrahlung dehnt sich das Gestrick, reißt auf (Break-Open) und leitet kritische Hitze direkt auf die ~0,1 mm dünne Handrückenhaut und die Strecksehnen.
  • Polymerschmelze & Ölaufnahme: Nitril-/PU-Tauchungen erweichen unter Plasmahitze und haften auf der Haut. Im Alltag saugt das poröse Gestrick Trafoöl, Fett und Metallabrieb auf, wird zur Zündquelle und muss alle 2–3 Monate ersetzt werden.
Asymmetrische Gewebe-Komposit-Architektur von ArSafe

125,3 cal/cm² Handrücken-Panzerung + 28,1 cal/cm² Vollrindleder-Innenhand

ArSafe verzichtet vollständig auf offenmaschigen Strick und kombiniert einen gasdichten, Polychloropren-beschichteten Para-Aramid-Gewebeschild mit 125,3 cal/cm² am Handrücken mit geschmeidigem Vollrindleder (28,1 cal/cm²) an der Innenhand.

  • Gasdichter Polychloropren-Para-Aramid-Handrückenschild (125,3 cal/cm²): Mehrlagige Gewebebarriere blockiert Plasmadurchtritt, widersteht Schnitten und Kupferdrahtstichen (EN 388: 3112X) und verhindert Break-Open bis 125,3 cal/cm² ATPV.
  • Nicht schmelzende Naturleder-Innenhand (28,1 cal/cm²): Verkohlt ohne Schmelzen oder Abtropfen (EN 407 Stufe 4), ist unempfindlich gegen Öle und bewahrt präzise Werkzeugführung bei mindestens 12 Monaten Standzeit.
REALER PRAXISVORFALL // FORENSISCHE INGENIEURANALYSE

Forensische Fallstudie: Niederspannungs-Störlichtbogen und Analyse der dorsalen Materialzerstörung

Empirischer Nachweis von dorsalem Gewebeaufbruch (Break-Open), biomechanischer Werkzeugabschattung der Innenhand und schweren Handrückenverbrennungen bei einem herkömmlichen getauchten Strickhandschuh während eines Störlichtbogens am 230/400-V-NH-Sicherungstrenner.

Anlagenumgebung 400-V-NS-Verteilung / NH-Messer-Sicherungsunterteil
Thermischer Plasmafluss > 10.000 °C Lichtbogenkern & verdampfte Kupferspritzer
Biomechanische Handhaltung Innenhand werkzeugabgeschattet // Handrücken 90° zur Strahlung
Versagensbild & Unfallfolge Dorsales Break-Open & Hautanhaftung geschmolzenen Polymers

1. Der „Niederspannungs-Mythos“ und die Plasmaphysik

Der gefährlichste Irrtum im Elektroschutz ist die Annahme, 400-V-Niederspannung sei thermisch harmlos. Die Spannung bestimmt lediglich die Zündbedingung; die freigesetzte thermische Einwirkenergie hängt vom prospektiven Kurzschlussstrom, der Trafoleistung (kVA) und der Abschaltzeit ab. Nahe Ortsnetztrafos erreichen NS-Kurzschlussströme 15–25 kA. Der über 10.000 °C heiße Plasmakern verdampft Kupferschienen in Millisekunden und schleudert dichtes Plasma aus nur 20–30 cm Abstand direkt auf die Hände.

2. Werkzeugabschattung & dorsale Break-Open-Katastrophe

Beim Schalten führt die Elektrofachkraft einen isolierten NH-Aufsteckgriff, Schlüssel oder Drehmomentschraubendreher. Die Finger umschließen den Griff; die Innenhand ist geschlossen und durch den Werkzeugschaft verdeckt. Im Moment des Überschlags steht allein der HANDRÜCKEN (Dorsalseite) im 90°-Winkel frontal zur Lichtbogenstrahlung und zum Kupferspritzregen. Am untersuchten Strickhandschuh verkohlte der Handrücken sofort, riss großflächig auf (Break-Open), und geschmolzenes Polymer haftete auf der Haut mit schweren Verbrennungen 2. und 3. Grades.

3. Der Schutzvorteil des 125,3 cal/cm² Para-Aramid-Schildes von ArSafe

Wäre bei diesem Ereignis ArSafe APC 2 getragen worden: 1) Der mehrlagige, Polychloropren-beschichtete Para-Aramid-Handrückenschild verhindert jedes Break-Open bis 125,3 cal/cm² ATPV und blockiert den Plasmafluss vollständig. 2) Dank EN 407 Stufe 4 (100 % nicht schmelzend, nicht abtropfend) ist ein Verkleben geschmolzener Polymere mit der Haut ausgeschlossen. 3) Während geschmeidiges Vollrindleder (28,1 cal/cm²) sichere Werkzeugführung auf der abgeschatteten Innenhand gewährleistet, hätte die Handrücken-Panzerung Verbrennungen verhindert.

Forensischer Fallvergleich: Getauchter Strickhandschuh vs. ArSafe APC 2

Bewerteter Fallparameter Praxisversagen getauchter Strickhandschuh Ingenieurtechnische Lösung ArSafe APC 2 Technischer Sicherheitsfaktor
Thermische Beständigkeit Handrücken Offenmaschiger Strickrücken (~6–12 cal/cm²); beim 400-V-Lichtbogen sofort durchgebrannt 125,3 cal/cm² ATPV (ASTM F2675) & EN 61482-1-2 APC 2 (7 kA / 0,5 s) Über 10-fache Sicherheitsreserve
Schmelz- und Abtropfverhalten Synthetische Tauchung schmolz, schrumpfte und verklebte mit dem Hautgewebe 100 % nicht schmelzendes, nicht abtropfendes Para-Aramid-Komposit & Vollrindleder Kein Risiko von Schmelzanhaftung
Widerstand gegen Break-Open Massives Aufreißen der Strickmaschen am Handrücken mit völligem Kollaps der Hitzebarriere Gewebte Polychloropren-Para-Aramid-Barriere bleibt bis 125,3 cal/cm² ohne Break-Open intakt Direkter Plasmakontakt unterbunden
Biomechanischer Schutzfokus Handrücken ungeschützt belassen; die direkt bestrahlte Fläche wurde zerstört 125,3 cal/cm² Schutzschild frontal zum Lichtbogen + 28,1 cal/cm² Leder an der Innenhand 100 % auf reale Greifhaltung ausgelegt
Nähte, Ölresistenz & Standzeit Saugt Öl/Fett auf, Nähte reißen unter Druckwelle; Verschleiß nach 2–3 Monaten (4–6 Paare/Jahr) EN 388 (3112X) Schutz, 100 % Para-Aramidgarn, mindestens 1 Jahr Einsatzdauer Lange Standzeit & geringere Jahreskosten
FIG-01 // UNFALLORT

400-V-NH-Verteilerkasten & Kupferplasma-Schmauchspuren

Forensische Detailuntersuchung nach Störlichtbogenereignis
FORENSISCHE FELDBEOBACHTUNG

Selbst bei Niederspannung (400 V) erzeugte der hohe prospektive Kurzschlussstrom eine heftige Plasmaentladung, die den Schrankinnenraum verkohlte und feinste Schmelzkupferpartikel in umliegende Flächen einbrannte.

URSACHENANALYSE DER ELEKTROTECHNIK

Ein Störlichtbogen wird durch Energie und Abstand bestimmt, nicht allein durch die Spannung. Auf 400-V-Netzebene erzeugt ein Sammelschienen-Lichtbogen im Handabstand von 20–30 cm mehrere Dutzend cal/cm² Einwirkenergie.

SCHUTZVORTEIL ARSAFE APC 2

ArSafe fängt diese lokale Energiespitze (gemäß IEEE-1584-Handabstandsfaktor) mit 125,3 cal/cm² ATPV am Handrücken ab; der nicht schmelzende, nicht abtropfende Aufbau bewahrt Elektrofachkräfte vor Verbrennungen.

ISOLIERSCHUTZ + STÖRLICHTBOGENTECHNIK & TCO-ANALYSE // STUFE 02

Warum das Modulsystem mit ArSafe einteiligen „Isoarc“-Handschuhen überlegen ist

Am Markt angebotene „Isoarc“-Handschuhe (störlichtbogengeprüfte Isolierhandschuhe) sind im Kern dielektrische Elastomerhandschuhe mit flammhemmenden Zuschlagstoffen. Unter realer Anlagenphysik, mechanischer Standfestigkeit und jährlichen Gesamtkosten (TCO) führt der massive Aufpreis für einteilige Isoarc-Modelle jedoch zu unnötigen Mehrkosten bei geringerem Schutzniveau gegenüber der modularen Kombination Standard-Isolierhandschuh (EN 60903) + ArSafe:

FAKT 01 // THERMISCHER ENGPASS DÜNNER ELASTOMERWÄNDE

Geringer Lichtbogenschutz bei „Isoarc“-Handschuhen der Klassen 00 & 0

Da „Isoarc“-Handschuhe thermisch von der Gummiwandstärke abhängen, bieten dünne Niederspannungsklassen wie Klasse 00 (500 V, ~0,5 mm Wandung) und Klasse 0 (1.000 V, ~1,0 mm Wandung) nur einen niedrigen thermischen Lichtbogenschutz (~14 bis 21,6 cal/cm²). In 400-V-Niederspannungshauptverteilungen (NSHV) und Trafostationen erzeugen hohe Kurzschlussströme am Handabstand jedoch oft über 25–40 cal/cm².

Technischer Vorteil von ArSafe: Unabhängig von der darunter getragenen Isolierhandschuhklasse (selbst über dünner Klasse 00 oder 0) liefert ArSafe konstant 125,3 cal/cm² (APC 2) am Handrücken — eine fast 6-fach höhere thermische Sicherheitsreserve als Klasse-00/0-Isoarc-Handschuhe.
FAKT 02 // MECHANISCHE EMPFINDLICHKEIT & DRAHTSTICHRISIKO

Geringe Stichfestigkeit von Gummi vs. Polychloropren-Para-Aramid-Panzerung

Flammschutzadditive erhöhen weder Schnitt- noch Durchstichfestigkeit von Gummi: „Isoarc“-Handschuhe sind mechanisch genauso verletzlich wie Standard-Isolierhandschuhe. Ohne Überhandschuh in Schaltzellen eingesetzt, durchstechen feine Kupferlitzen, Kabelschuhe, Hutschienengrate und Blechkanten das Elastomer sofort und heben die elektrische Isolierwirkung lebensgefährlich auf.

Technischer Vorteil von ArSafe: Das dorsale Polychloropren-beschichtete Para-Aramid-Gewebe und die Vollrindleder-Innenhand von ArSafe (EN 388: 3112X) widerstehen Schnitten, Drahtstichen und Abrieb und panzern den darunterliegenden Isolierhandschuh zuverlässig.
FAKT 03 // KAPITALVERLUST VS. MODULARE TCO-WIRTSCHAFTLICHKEIT

Totalschaden beim ersten Stich: Standard-Isolierhandschuh + ArSafe senkt Jahreskosten

Den 2,5- bis 3,5-fachen Stückpreis für einteilige „Isoarc“-Handschuhe zu zahlen ist unwirtschaftlich, weil bereits der erste Drahtstich oder eine nicht bestandene EN-60903-Wiederholungsprüfung den gesamten teuren Handschuh zum Ausschuss macht. Ein Standard-Isolierhandschuh mit ArSafe als Überhandschuh schützt das Gummi hingegen vor Beschädigung, UV und Ozon und verlängert seine Lebensdauer erheblich.

Jährlicher TCO-Vorteil: ArSafe wird mindestens einmal jährlich ersetzt und schont den darunterliegenden Standard-Isolierhandschuh. Über ein Einsatzjahr senkt die Kombination Standard-Isolierhandschuh + ArSafe die PSA-Gesamtkosten um 45 % bis 55 % bei deutlich höherem Schutz.
TECHNISCHE EIGNUNG FÜR ARBEITSSICHERHEIT (OSHA 1910.269 & EN 60903)

Warum „Standard-Isolierhandschuh + ArSafe“ technisch überlegen ist

  • Keine thermische Unterdeckung in Klasse 00 / 0: An 400-V-Verteilungen tragen Monteure Klasse 00 oder 0. Ein „Isoarc“-Handschuh begrenzt den Schutz auf ~14–21,6 cal/cm², während ArSafe über allen Klassen 125,3 cal/cm² dorsal / 28,1 cal/cm² palmar bereitstellt.
  • Schutz vor Mikrostichen & Durchschlag: Gemäß OSHA 1910.269 und DIN EN 60903 müssen Elastomerhandschuhe bei mechanischer Gefährdung geschützt werden. Das Polychloropren-Para-Aramid-Gewebe von ArSafe verhindert Durchstiche durch Kupferlitzen und Blechkanten.
  • Getrennte Sicht- und Dichtheitsprüfung: Die Trennung von Isolierhandschuh und Außenpanzer erlaubt eine eindeutige visuelle und pneumatische Aufblasprüfung des Gummihandschuhs vor jedem Einsatz.
  • Überlegene Ergonomie und Fingerfertigkeit: Im Gegensatz zu verdickten, steifen „Isoarc“-Gummihandschuhen bewahrt die Kombination aus dünnem Standard-Isolierhandschuh und anatomisch geformtem ArSafe höchste Tastempfindlichkeit bei Schaltarbeiten.
BUDGETOPTIMIERUNG FÜR DEN EINKAUF (JÄHRLICHE GESAMTKOSTEN / TCO)

Warum überteuerte „Isoarc“-Handschuhe das Budget belasten

  • Kein Doppelverlust bei Wiederholungsprüfungen: Besteht ein „Isoarc“-Handschuh die 6-monatige EN-60903-Prüfung nicht oder erleidet einen Riss, gehen Isolier- und Lichtbogeninvestition gleichzeitig verloren. Im Modulsystem wird nur der günstige Standard-Isolierhandschuh getauscht, während ArSafe das volle Jahr im Dienst bleibt.
  • Längere Standzeit der Isolierhandschuhe: Da ArSafe 100 % der Reibung, Drahtkontakte und Schrankkanten abfängt, sinkt der mechanische Ausschuss der darunterliegenden Isolierhandschuhe um rund 60 %.
  • 45 % bis 55 % geringere Jahresausgaben: Standard-Isolierhandschuhe der Klasse 00/0 plus 1 Paar ArSafe pro Jahr kosten pro Elektrofachkraft deutlich weniger als der laufende Ersatz beschädigter „Isoarc“-Handschuhe.
  • 2,5- bis 4-facher Stückpreis bei identischer mechanischer Empfindlichkeit: „Isoarc“-Handschuhe sind erheblich teurer als Standard-Isolierhandschuhe, reißen bei Litzenkontakt jedoch genauso leicht; die wirtschaftliche Beschaffungsformel (Standard-EN-60903-Isolierhandschuh + ArSafe APC 2 mit mindestens jährlichem Wechsel) schützt Budget und Personal gleichermaßen.
WIRTSCHAFTLICHKEITS- & BESCHAFFUNGSMODELL

1-Jahres-Gesamtkostenvergleich (TCO) & Leistungsbilanz (pro Elektrofachkraft / Jahr)

Praxisnahes Lebenszyklusmodell zum Vergleich einteiliger „Isoarc“-Handschuhe (Klasse 00 / Klasse 0) mit dem modularen System Standard-Isolierhandschuh + ArSafe APC 2 im täglichen Schaltanlagenbetrieb:

Einteiliger „Isoarc“ (Kl. 00/0) 2–3 Paare Ausschuss / Jahr Rascher Isolationsverlust durch Drahtstiche & Abrieb
ArSafe Wechselintervall Mind. 1 Jahr Standzeit 12+ Monate Einsatzdauer dank Para-Aramid-Gewebe & Vollrindleder
Dorsaler Lichtbogenschutz (Kl. 00/0) ~21,6 → 125,3 cal/cm² Fast 6-fach höherer Wärmeschutz mit ArSafe über Klasse 00/0
Jährliche TCO-Ersparnis 45 % – 55 % Ersparnis Geringere Jahreskosten mit EN-60903-Handschuh + ArSafe
Technischer & wirtschaftlicher Parameter Option A: Einteiliger „Isoarc“-Handschuh (Klasse 00 / Klasse 0) Option B: Standard-Isolierhandschuh + ArSafe APC 2 (Empfohlen)
Material- & Systemaufbau Dielektrisches Elastomer mit Flammschutzadditiven (einschalige Monolithhülle) Standard-Isolierhandschuh EN 60903 + Überhandschuh ArSafe (Polychloropren-Para-Aramid-Handrücken & Vollrindleder-Innenhand)
Lichtbogenkennwert in Klasse 00 / 0 (ATPV) Sehr niedrig in dünnen Klassen (~14–21,6 cal/cm²); unzureichend für kurzschlussstarke 400-V-NSHV 125,3 cal/cm² Handrücken (APC 2) + 28,1 cal/cm² Innenhand unabhängig von Klasse 00 oder 0 darunter
Drahtstich-, Schnitt- & Abriebfestigkeit Gleiche geringe mechanische Festigkeit wie Standardgummi; empfindlich gegen Litzen, Grate und Schnitte EN 388: 3112X Polychloropren-Para-Aramid-Gewebe & Lederpanzerung wehren Drahtstiche und Blechkanten ab
Folge einer einzelnen Stichbeschädigung Der gesamte teure „Isoarc“-Handschuh verliert seine Isolationsfestigkeit und wird sofort Ausschuss (100 % Verlust) ArSafe fängt die mechanische Einwirkung ab; der darunterliegende Isolierhandschuh bleibt unversehrt
Jährlicher Ersatzbedarf (1 Fachkraft) 2–3 Paare/Jahr (häufiger Ausfall durch Schnitte, Drahtstiche & 6-Monats-Prüfungen) Mind. 1 Paar/Jahr ArSafe + deutlich verlängerte Lebensdauer günstiger Standard-Isolierhandschuhe
JÄHRLICHE GESAMTKOSTENBILANZ (TCO-FAZIT) 100 % Kostenbasis — Hoher Kapitalverlust, häufiger Ausschuss & geringer Kl.-00/0-Schutz 45 % – 55 % niedrigere Jahresgesamtkosten + 5,8-fach höherer Handrückenschutz & maximale Stichsicherheit
TECHNISCHE VERGLEICHSBEWERTUNG

Warum die zweilagige Modularchitektur von ArSafe einteilige „Isoarc“-Handschuhe übertrifft

Vergleichsanalyse auf Basis internationaler Ausschreibungsspezifikationen zwischen monolithischen „Isoarc“-Handschuhen und dem modularen Schutzkonzept Standard-Isolierhandschuh + ArSafe:

Bewertungskriterium Konventionelle einteilige „Isoarc“-Handschuhe Modulsystem Standard-Isolierhandschuh + ArSafe
Ergonomie & Taktilität Steifes, additivgefülltes Elastomer; bei Ölfilm rutschig und hinderlich beim Anziehen kleiner Reihenklemmen. Anatomisch vorgeformter Schnitt mit geschmeidiger Rindleder-Innenhand; sicherer Griff an M4/M6-Verschraubungen, Kabelschuhen und Werkzeugen.
Thermische Lichtbogenleistung (ATPV) Sehr niedrige Schwellenwerte in dünnen Klassen (Klasse 00 / 0 „Isoarc“ erreicht nur ~14–21,6 cal/cm²). Hohe 125,3 cal/cm² Handrückenbarriere (APC 2) gegen Lichtbogenplasma + 28,1 cal/cm² Innenhandschutz über allen Spannungsklassen.
Mechanische Standzeit & Drahtstichrisiko Gleiche geringe mechanische Festigkeit wie Standardgummi; jeder Kupferdrahtstich führt zum sofortigen Totalschaden. Polychloropren-beschichtetes Para-Aramid-Gewebe (EN 388: 3112X) wehrt Schnitte und Drahtstiche ab und schützt den inneren Isolierhandschuh.
Thermische Schrumpfgefahr & Vergleich mit ASTM F696 Konventionelle Vollleder-Überhandschuhe nach ASTM F696 erleiden unter >15 cal/cm² Lichtbogenplasma eine schlagartige Kollagenschrumpfung von 30–50 %, die die Hand im Gummihandschuh einschnürt. Die Polychloropren-Para-Aramid-Handrückenpanzerung von ArSafe zeigt 0 % thermische Schrumpfung bei 125,3 cal/cm², während die Rindleder-Innenhand werkzeugabgeschattet und flexibel bleibt.
Jährliche Gesamtkosten (TCO) Hoher Stückpreis verpufft durch häufigen mechanischen Ausschuss; erfordert teure Lagerhaltung je Spannungsklasse. ArSafe-Wechsel mind. 1x jährlich bei verlängerter Isolierhandschuh-Standzeit senkt die Jahresgesamtkosten um 45–55 %.

Gefährdung durch elektrischen Schlag (Körperdurchströmung)

Direktes Berühren unter Spannung stehender Teile mit Stromfluss durch den menschlichen Körper gegen Erde oder einen anderen Außenleiter. Hier ist elektrische Isolation zwingend.

Zwingender Schutz: Zertifizierte Isolierhandschuhe nach DIN EN 60903 / ASTM D120

Gefährdung durch Störlichtbogen (Thermische Explosion)

Durchschlag der Luftstrecke mit schlagartiger Freisetzung extremer Strahlungswärme, blendendem Lichtblitz und expandierender hochenergetischer Plasmawolke.

Zwingender Schutz: ArSafe Störlichtbogen-Schutzhandschuh (ASTM F2675 / APC 2)
Einsatzmodus 1: Eigenständiger thermischer Schutzschild

Berührungssichere Schalt- und Bedienhandlungen

Einsatz als alleiniger thermischer Handschutz dort, wo ein direktes Berühren aktiver Teile konstruktiv ausgeschlossen ist, jedoch Störlichtbogengefahr besteht (Öffnen von Schaltschranktüren, Ein-/Ausfahren von Leistungsschaltern hinter Blenden, Lasttrennschalter-Betätigung, Sichtkontrolle).

Einsatzmodus 2: Äußerer Überhandschuh (OSHA 1910.269)

Zweilagiges Konzept „Isolierhandschuh EN 60903 + ArSafe“

Getragen über Standard-Isolierhandschuhen nach DIN EN 60903 / ASTM D120 der Klassen 00–2 beim Arbeiten unter Spannung (AuS), wenn Durchströmungs- und Lichtbogengefahr gleichzeitig vorliegen. Übertrifft herkömmliche Leder-Überhandschuhe (ASTM F696) und empfindliche „Isoarc“-Handschuhe durch EN-388-Stichschutz und 125,3 cal/cm² Handrückenschutz.

ISOLIERHANDSCHUH-KOMPATIBILITÄT & ÜBERSCHLAGSABSTAND

Kombinationsmatrix für EN-60903-Isolierhandschuhe & 280–330 mm Stulpenlänge

Gemäß ASTM F696 und OSHA 1910.269 darf ein äußerer Überhandschuh niemals die volle Länge des darunter getragenen 360-mm- oder 410-mm-Isolierhandschuhs erreichen: Um Kriechströme und Spannungsüberschläge über den Stulpenrand zum Unterarm auszuschließen, besitzt ArSafe eine kalibrierte Gesamtlänge von 280–330 mm, welche die vorgeschriebene freie Isoliergummizone sicher wahrt:

280–300 mm Stulpe (Größe 9–10 — Kombination Klasse 00 / 0)

Abgestimmt auf EN 60903 / ASTM D120 Klasse 00 (500 V) & Klasse 0 (1.000 V) Isolierhandschuhe (360 mm). Erfüllt zuverlässig den nach OSHA / ASTM F696 geforderten freien Isolierabstand von ≥13 mm (0,5 Zoll).

Empfohlener Einsatz: Niederspannungshauptverteilungen (NSHV), Zählerschränke & Kabelverteilerschränke
310–330 mm Stulpe (Größe 11–13 — 360/410 mm Klasse 1 / 2)

Kombiniert mit EN 60903 / ASTM D120 Klasse 1 (7.500 V — mind. ≥25 mm freie Gummizone) & Klasse 2 (17.000 V — mind. ≥51 mm freie Gummizone) (360/410 mm). Verhindert Kriechstromüberschläge und schützt das Handgelenk vor Lichtbogenplasma.

Empfohlener Einsatz: Mittelspannungs-Schaltfelder (MS), Umspannwerke & Leistungsschalter-Einschübe
IEEE-1584-BERECHNUNGSMODELL & EINWIRKENERGIE-ANALYSE

Thermische Schutzasymmetrie im Schaltbetrieb: IEEE 1584

Die Auswahl von Störlichtbogen-PSA muss auf der Abstandsphysik nach IEEE 1584 basieren: Am Hand-Arbeitsabstand (~250 mm) konzentriert sich die thermische Einwirkenergie auf das 2,6-Fache des Oberkörperwerts.

INTERAKTIVER INGENIEUR-SIMULATOR // 4K-PLASMA & IEEE-1584-PHYSIKMODELL

Simulator: Handbelastung vs. Rumpf-Arbeitsabstand (IEEE 1584)

Die Einwirkenergie steigt mit sinkendem Abstand exponentiell an (E ∝ 1/D^x). Wählen Sie die berechnete Rumpf-Einwirkenergie (~457 mm), um die reale Handbelastung (~250 mm) und die thermische Sicherheitsreserve von ArSafe zu prüfen:

Rumpf-Einwirkenergie (Vorgaben):
PLASMAKERN: 10.450 °C
STUFE 2 // STANDARD-MCC-ENTLADUNG
IEEE-1584-Handfaktor 2,6× (D_torso / D_hand)^x
Auslastung Handrücken 16,6 % Nennwert: 125,3 cal/cm²
Effektive Last Innenhand 3,7 cal/cm² 82 % Werkzeugschatten (28,1 cal)
Schutzabstand (Stoll 1,2 cal) 1,51 m Störlichtbogengrenze (AFB)
ABSTANDS-EINWIRKENERGIE-KURVE (IEEE-1584-POTENZGESETZ) E_Hand = 8 × (457 / 250)^1,58 = 20,8 cal/cm²
Rumpf-Einwirkenergie (457 mm) 8 cal/cm² Standard-MCC-Schaltfeld / Kategorie 2
Berechnete Handbelastung (250 mm) 20,8 cal/cm² 2,6× Hand-Distanzfaktor (20,8 cal/cm²)
ATPV Handrücken (zum Lichtbogen) 125,3 cal/cm² Sichere Deckung (+502 % Reserve)
Greifhaltung & Werkzeugkontrolle 28,1 cal/cm² Werkzeuggeschützt (vor direkter Strahlung abgeschattet)
Ingenieurtechnische Bewertung: Bei 8 cal/cm² am Oberkörper erreicht die Einwirkenergie an den Händen ~20,8 cal/cm² (typisches MCC-Schaltfeld). Während die das Werkzeug führende Innenhand hinter dem Griff abgeschattet bleibt, arbeitet der direkt dem Lichtbogenplasma zugewandte Handrücken mit +502 % Sicherheitsreserve (ATPV 125,3 cal/cm²).
1

Arbeitsabstand (D)

Beim Schalten, Prüfen und Einschieben befinden sich die Hände zwangsläufig am nächsten zur Fehlerstelle. Neben den Rumpfabständen (457 mm / 610 mm) muss die Gefährdungsbeurteilung den Handabstand (~250 mm) einbeziehen.

2

Fehlerklärungszeit (t)

Die Lichtbogendauer hängt unmittelbar von der Schutzrelaiseinstellung und der Ausschaltzeit des Leistungsschalters ab. Längere Abschaltzeiten erhöhen die Einwirkenergie linear; der Handschutz muss zur realen Auslösekennlinie passen.

3

Netzparameter & Schaltfeldgeometrie

Prospektiver Kurzschlussstrom, Leiterabstand und Kapselungsgeometrie bestimmen Plasmabündelung und Wärmefluss. Hohe zonale ATPV-Werte sind stets mit der anlagenspezifischen Störlichtbogenberechnung abzugleichen.

ArcSim HS-/MS-Kurzschluss- & Störlichtbogen-Simulator

Führen Sie vollständige Anlagenberechnungen auf unserer hauseigenen Ingenieurplattform ArcSim Dual Engine durch — mit dynamischer SCADA-Einliniendiagramm-Modellierung (SLD), Kurzschlussstromberechnung nach IEC 60909-0 (Ik'', ip), Open-Arc-Analyse nach IEEE 1584-2018 (cal/cm², AFB) sowie Bewertung gekapselter Schaltanlagen nach DGUV Information 203-077 (W_LB, APC 1/2).

ArcSim-Simulator starten (arcsim.info/en/) Beratung zur Gefährdungsbeurteilung Unsere eigene Ingenieur-Simulationsplattform (arcsim.info/en/) — Öffnet in neuem Tab.
KLINISCHES, BIOMECHANISCHES & HISTOLOGISCHES EVIDENZZENTRUM

Das dorsale Paradoxon & ASSH-Leitlinien: Warum der Handrücken das primäre Verbrennungsziel ist

Klinische Pathologie tiefer Gewebeverbrennungen bei Störlichtbogenunfällen, Kinesiologie des Schreckreflexes und medizinische Validierung der asymmetrischen Zweizonen-Auslegung nach ASTM F2675.

KLINISCHE EVIDENZ // ASSH-LEITLINIEN 01

Stromkontakt vs. Lichtbogen-Strahlungsfluss: Klinische ASSH-Abgrenzung

Der handchirurgische Leitsatz der American Society for Surgery of the Hand (ASSH) in ihren klinischen Leitlinien zu Verbrennungen der oberen Extremität („Upper Extremity Burns“) lautet: Direkter Stromdurchgang (Berührungskontakt) und Verätzungen verletzen primär die Innenhand (palmar), während Störlichtbögen und Flammenstrahlung überwiegend den Handrücken (dorsal) treffen.

Die zugrunde liegende Physik ist eindeutig: Ein elektrischer Schlag entsteht, wenn ein aktiver Leiter umfasst wird; ein Störlichtbogen hingegen ist eine berührungslose atmosphärische Entladung von bis zu 20.000 °C mit extremer Wärmestrahlung und expandierendem Plasma. Ohne Greifkontakt am Leiter trifft der Strahlungsvektor unmittelbar auf den Handrücken.

Klinischer ASSH-Befund: Ein Störlichtbogen erfolgt ohne Leiterumfassung; der atmosphärische Strahlungsimpuls trifft direkt den exponierten Handrücken.
KINESIOLOGIE // EXPOSITIONSVEKTOR 02

200–250 ms Schreckreflex (Pronation) & 50–100 ms Werkzeugabschattung

Schreck- und Abwehrreflex: Ein Störlichtbogen erzeugt einen blendenden Lichtblitz und eine akustische Schockwelle bis 140 dB. Der autonome Schutzreflex zum Abschirmen von Gesicht und Augen setzt nach 200 bis 250 Millisekunden ein. Beim Hochreißen der Arme erfolgt eine anatomische Unterarm-Pronation: Die Handflächen drehen zum Gesicht, sodass der Handrücken (dorsal) direkt zum Explosionszentrum weist und 100 % der Strahlungsenergie abfängt.

Arbeitshaltung & Werkzeugabschattung: Schaltet der Leistungsschalter den Fehler bereits innerhalb von 50–100 ms vor Einsetzen des Reflexes ab, verharrt die Elektrofachkraft in Arbeitshaltung am isolierten Werkzeug (Schraubendreher, Prüfspitze, NH-Aufsteckgriff). Da sich Strahlungswärme (~70 % der Lichtbogenenergie) geradlinig ausbreitet, werfen Werkzeuggriff und geschlossene Finger einen thermischen Schatten auf die Innenhand, während Handrücken und Knöchel voll exponiert bleiben.

Kinesiologische Realität: Ob Abwehr-Pronation (200–250 ms) oder Werkzeugabschattung (50–100 ms) — der Handrücken trägt ausnahmslos die thermische Hauptlast.
HISTOLOGIE // VERBRENNUNGSTIEFEN-PARADOXON 03

Keratinbarriere des Stratum corneum vs. 0,1 mm dünne Dorsalhaut & Escharotomie

Selbst wenn eine konvektive Plasmawolke die Hand über 360 Grad umhüllt, entscheidet die histologische Asymmetrie über das Verletzungsausmaß: Tiefreichende Nekrosen treffen vorrangig den Handrücken.

Innenhand (Palmar): Besitzt die dickste verhornte stratum corneum-Schicht des menschlichen Körpers. Unbehaarte Leistenhaut mit hohem Wassergehalt, hoher Schweißdrüsendichte und kräftigem Unterhautpolster bietet hohe thermische Trägheit und begrenzt selbst beträchtliche Wärmeströme (z. B. 20 cal/cm²) oft auf oberflächliche Verbrennungen 2. Grades.

Handrücken (Dorsal): Weist eine hauchdünne Epidermis (~0,1 mm) nahezu ohne isolierendes Unterhautfettgewebe auf. Empfindliche Strecksehnen und Venengeflechte liegen unmittelbar unter der Hautoberfläche. Schon bei moderaten Wärmeflüssen drohen dritt- und viertgradige Verbrennungen mit irreversibler Sehnennekrose; die überwiegende Mehrheit notfallchirurgischer Escharotomien und Hauttransplantationen betrifft den Handrücken.

Chirurgische Realität: Die dünne Dorsalhaut schützt die Strecksehnen ohne Fettpolster; genau hier muss die höchste thermische Barriere liegen.
INGENIEURWESEN // ASTM F2675 04

Unabhängige Zonenprüfung nach ASTM F2675 & asymmetrischer ArSafe-Schild

Die maßgebliche internationale Prüfnorm für Störlichtbogen-Schutzhandschuhe, ASTM F2675, bewertet Handschuhe nicht pauschal als Monoblock: Kalorimeter-Sensormatrizen vermessen Handrücken und Innenhand getrennt, da der Handrücken international als primäre Gefahrenzone gilt.

Ingenieurlösung von ArSafe: Während veraltete Handschuhe die Innenhand klobig aufpolstern und den Handrücken vernachlässigen, löst ArSafe das klinische Paradoxon: Eine 125,3 cal/cm² Polychloropren-Para-Aramid-Panzerung schützt den empfindlichen Handrücken, kombiniert mit 28,1 cal/cm² Vollrindleder an der abgeschatteten Innenhand für maximale Fingerfertigkeit.

Technischer Vorsprung: Die nach ASTM F2675 zertifizierte 125,3-cal/cm²-Dorsalpanzerung bewahrt Elektrofachkräfte vor dauerhaften Sehnenschäden und Escharotomie.
ANATOMISCHE & BIOMECHANISCHE VERGLEICHSMATRIX

Innenhand vs. Handrücken: Gewebepathologie & Expositionsanalyse

Wissenschaftliche Begründung für griffsicheres Vollrindleder an der Innenhand in Kombination mit der 125,3 cal/cm² Kompositpanzerung am Handrücken:

Physikalischer & klinischer Parameter Innenhand (Palmar / Volar) Handrücken (Dorsal) — ArSafe-Schutzschild
Histologischer Gewebeaufbau Stark verhorntes Stratum corneum; unbehaarte Leistenhaut mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und dichtem Schweißdrüsennetz. Ultradünne Epidermis (~0,1 mm) mit Haarfollikeln und minimaler thermisch-hydrischer Pufferkapazität.
Subkutanes Wärmepolster Kräftige Palmaraponeurose und dichtes subkutanes Fettpolster mit deutlicher Wärmedämpfung. Unterhautfettgewebe praktisch nicht vorhanden; keinerlei natürliche Wärmeisolation.
Kritische Leitstrukturen Beugesehnen und Gefäß-Nerven-Bündel liegen geschützt tief unter der derben Palmaraponeurose. Oberflächliche Strecksehnen und Venennetze liegen unmittelbar unter der dünnen Haut; hochgradig verletzlich.
Biomechanik bei Lichtbogenzündung Umschließt den isolierten Werkzeuggriff; gegen ~70 % der geradlinigen Wärmestrahlung geometrisch abgeschattet. Reflektorische Unterarm-Pronation (200–250 ms Schreckreflex) richtet den Handrücken direkt zur Entladung aus.
Verbrennungs- & OP-Risiko Verkraftet bis ~20 cal/cm² meist mit oberflächlicher Blasenbildung (Grad 2a); selten Vollhauttransplantation nötig. Erleidet rasch Verbrennungen 3./4. Grades mit Sehnennekrose, die Escharotomie und plastische Deckung erfordern.
ASSH-Verbrennungsklassifikation Primäre Eintrittsstelle ausschließlich bei direktem Stromkontakt durch Umfassen unter Spannung stehender Leiter. Primäres chirurgisches Verletzungsziel bei berührungslosen Störlichtbogen-Explosionen und Plasmastrahlung.
Technische Antwort von ArSafe 28,1 cal/cm² Vollrindleder — Bewahrt Tastgefühl, feinmotorische Werkzeugführung und hohe Abriebfestigkeit. 125,3 cal/cm² Para-Aramid-Panzerung — Nach ASTM F2675 zertifizierter Schutzschild ohne Break-Open für Strecksehnen und Tiefengewebe.
UNABHÄNGIGER AKKREDITIERTER LABORNACHWEIS // AITEX (0161 SPANIEN)

ASTM F2675 Open-Arc-Störlichtbogenprüfung: Offizielle AITEX-Laboraufnahme

Optische Hochgeschwindigkeits-Aufnahme und Kalorimeter-Telemetrie des ArSafe APC 2 während der akkreditierten Open-Arc-Prüfung am AITEX-Prüfinstitut (Alcoy, Spanien) gemäß ASTM F2675 / F2675M.

AUFN // AITEX-LABOR ES [ALCOY / VALENCIA] ASTM F2675 / F2675M-23 4K-HOCHGESCHWINDIGKEITS-BALLISTIKOPTIK (1000 FPS)
PRÜFERGEBNIS: KEIN BREAK-OPEN / KEIN SCHMELZEN / KEIN ABTROPFEN (BESTANDEN)
ArSafe Schutzhandschuh bei der ASTM F2675 Open-Arc-Störlichtbogenprüfung im akkreditierten AITEX-Labor

Phasenanalyse der Störlichtbogenentladung

0:00 — T=0,00 s

Lichtbogenzündung & Luftdurchschlag

Durchschlag der Luftstrecke zwischen den Hochstromelektroden und Aufbau eines mehrkiloamperestarken Plasmakanals.

0:04 — T+0,12 s

Maximaler Wärmefluss & Metalldampfexpansion

Über 10.000 °C heißer Plasmakern mit intensiver Strahlungswärme und direktem Partikelbeschuss auf den Handrücken.

0:08 — T+0,50 s

Standfestigkeit des Thermoschilds & Druckwelle

Das dorsale Para-Aramid-Polychloropren-Komposit widersteht der Druckfront ohne Nahtversagen oder Gewebeaufbruch.

0:15 — Nach dem Test

Verifikation: Kein Break-Open, kein Abtropfen

Die Nachuntersuchung bestätigt null Schichtaufbruch, kein Nachbrennen und kein Schmelzen auf den Kalorimetersensoren.

Akkreditiertes Prüflabor AITEX (Spanien) Europäische Benannte Stelle 0161 & ENAC-akkreditiertes Hochleistungslabor
Prüfnorm ASTM F2675 / F2675M Standardprüfverfahren zur Störlichtbogenbewertung von Handschutz
Zertifizierter ATPV Dorsal 125,3 cal/cm² Polychloropren-beschichtetes Para-Aramid-Komposit-Schutzsystem
Physische Integrität Kein Break-Open 100 % nicht schmelzend, nicht abtropfend nach ASTM F2675 & EN 407 Stufe 4 — BESTANDEN
HYBRIDE SCHUTZARCHITEKTUR

Beide Seiten im Fokus: Zweizonen-Thermoschutzarchitektur

Während konventionelle Handschuhe die Innenhand dick aufpolstern und den Handrücken schutzlos lassen, folgt ArSafe der realen Werkzeug-Biomechanik: 125,3 cal/cm² Thermopanzerung auf dem exponierten Handrücken, gepaart mit 28,1 cal/cm² Vollrindleder für feinfühlige Werkzeugführung auf der abgeschatteten Innenhand.

Vorschau der interaktiven 360-Grad-Drehansicht von ArSafe
0° — Handrücken (125,3 cal/cm² ATPV)
MATERIALARCHITEKTUR

Materialarchitektur: Funktionsspezifisch ausgelegte Zonen

Drei aufeinander abgestimmte Konstruktionselemente verbinden kompromisslose Strahlungsbarriere und feinfühligen Naturledergriff.

Makrostruktur des Polychloropren-beschichteten Para-Aramid-Spezialgewebes

Handrücken: Para-Aramid-Komposit

Hochdichtes, Polychloropren-beschichtetes Para-Aramid-Gewebe. Flammfest, nicht schmelzend und nicht abtropfend unter extremem Wärmefluss.

Thermisches Verhalten Nicht schmelzend / Nicht abtropfend
ATPV Handrücken 125,3 cal/cm²
Innenhandoberfläche aus natürlichem Vollrindleder

Innenhand: Geschmeidiges Vollrindleder

Anatomisch vorgeformter Naturlederschnitt für hohe mechanische Abriebfestigkeit, feine Tastempfindlichkeit und rutschsichere Werkzeugführung.

Abriebfestigkeit (EN 388) Stufe 3
ATPV Innenhand 28,1 cal/cm²
Schutzstulpe und Nahtarchitektur aus 100 Prozent Para-Aramidgarn

Schutzstulpe & Para-Aramid-Nahtaufbau

Die Gesamtlänge von 280–330 mm gewährleistet eine lückenlose Überlappung mit Störlichtbogen-Schutzjacken. Vernäht mit 100 % flammfestem Para-Aramidgarn.

Konstruktionsnähte 100 % Para-Aramidgarn
Gesamtlängenbereich 280 – 330 mm
TASTEMPFINDLICHKEIT & FEINMOTORIK

Präzision bis ins Detail. Sichere Werkzeugbeherrschung.

Geschmeidiges Vollrindleder an der Innenhand und ein anatomisch vorgeformter Schnitt unterstützen anspruchsvolle Schalthandlungen ohne Steifigkeit.

Beseitigt die gefährliche Versuchung, Schutzhandschuhe beim Greifen kleiner Muttern, beim Anziehen von Reihenklemmen oder beim Führen von Prüfspitzen auszuziehen — der Schutz bleibt lückenlos bestehen.

Anatomische Fingerkoordination

Feines Tastgefühl an Daumen- und Zeigefingerkuppe ermöglicht das sichere Setzen kleiner Muttern, Kabelschuhe und Prüfklemmen.

Geschmeidige Lederflexibilität

Griffiges Naturleder verhindert das Abrutschen am Werkzeug und reduziert die Ermüdung der Handmuskulatur bei langen Einsätzen.

Demonstration der Feinmotorik beim Greifen einer kleinen Sechskantmutter mit dem ArSafe Handschuh
EINSATZBEREICHE

Wo hohe Kurzschlussleistung kompromisslosen Schutz fordert.

Von Umspannwerken und Ortsnetzstationen mit hohen Kurzschlussströmen bis zu industriellen Niederspannungs-Hauptverteilungen.

HS- / MS- / NS-Verteilnetz

Energieversorgung & MS-/NS-Schaltanlagen

Schalthandlungen, Leistungsschalter-Einschub, NH-Sicherungswechsel und Freischaltmaßnahmen mit erhöhter Störlichtbogengefahr.

● Ortsnetzstationen & Schaltfelder (DGUV 203-077)
MCC & Schwerindustrie

Industrieanlagen & Motor Control Center

Instandhaltung, Fehlersuche und Thermografie an Niederspannungs-Hauptverteilungen und industriellen Antriebsschränken.

● Abriebfester Vollrindledergriff im Anlagenbetrieb
Prüffeld & Inbetriebnahme

Schaltanlagenbau & Schutzprüfung

Klemmenverdrahtung auf engstem Raum, Drehmomentkontrolle und Schutzrelaisprüfung unter Prüfspannung.

● Präzision an Reihenklemmen und Verschraubungen
BESS & Hochvolt-DC

Batteriespeicher (BESS) & DC-Ladeinfrastruktur

Beherrschung thermischer Risiken und Gleichstrom-Störlichtbögen an Hochvolt-Batterieracks und HPC-Schnellladeparks.

● Zuverlässige PSA-Schutzkette bei hohen DC-Strömen
Entstörungsdienst

Schnelle Störungsbehebung im Netzbetrieb

Freileitungsinstandsetzung, Sturmschadenbehebung und dringende Abgangsfreischaltung unter rauen Witterungsbedingungen.

● Witterungsbeständig und robust im Außeneinsatz
Kraftwerksanlagen

Energieerzeugung & Kraftwerkstechnik

Wartung von Eigenbedarfs-Schaltanlagen und Ableitungen in Wasser-, GuD-, Wind-, Photovoltaik- und KWK-Kraftwerken.

● Schutz an Hochleistungs-Generatorschaltern

Praxisbewährung bei Verteilnetzbetreibern Offizielle VNB-Praxisreferenz

ArSafe Störlichtbogen-Schutzhandschuhe sind bei großen türkischen Verteilnetzbetreibern wie BEDAŞ und TREDAŞ flächendeckend im Einsatz. Tausende Netzmonteure und Schaltberechtigte vertrauen im täglichen Netzbetrieb, beim Leistungsschalter-Einschub und in Umspannwerken auf ihre Standfestigkeit und thermische Schutzwirkung.

⚡ BEDAŞ
⚡ TREDAŞ
Arbeitsschutz-Hinweis (TOP-Prinzip): Die Eignung für konkrete Tätigkeiten richtet sich nach der anlagenspezifischen Gefährdungsbeurteilung, den Arbeitsanweisungen und dem gesamten PSA-System. Gemäß EN 50110, DGUV Vorschrift 3 und den Fünf Sicherheitsregeln (Freischalten / LOTO) hat das Arbeiten im spannungsfreien Zustand stets oberste Priorität.
TRANSPARENTE & PRÜFBARE KENNDATEN

Technische Nachweise & Konformitätsspezifikationen

Unser Ingenieuransatz setzt auf lückenlose Transparenz: Wir dokumentieren zonale ATPV-Kennwerte, mechanische Leistungsstufen und thermische Schutzklassen im exakten Normkontext.

Technischer Parameter Zertifizierter Kennwert Prüfnorm / Status
ATPV Handrücken (Dorsal) 125,3 cal/cm² ASTM F2675/F2675M
Statistischer thermischer Lichtbogenkennwert nach Stoll-Kriterium (50-%-Wahrscheinlichkeitsschwelle für Verbrennungen 2. Grades) im Open-Arc-Test nach ASTM F2675/F2675M.
ATPV Innenhand (Palmar) 28,1 cal/cm² ASTM F2675/F2675M
Thermischer Lichtbogenkennwert der Innenhand aus hochwertigem Vollrindleder unter Open-Arc-Beanspruchung.
Ar(Lim)-Schwellenwert 14 cal/cm² (Innenhand) Herstellerangabe
In Herstellerunterlagen dokumentierter Schwellenwert; darf ohne Abgleich im vollständigen Prüfbericht nicht pauschal mit ELIM oder einer absoluten Null-Verletzungsgrenze gleichgesetzt werden.
Störlichtbogen-Schutzklasse (Box-Test) APC 2 (7 kA / 0,5 s) EN 61482-1-2 / EN 61482-2
Box-Test-Klassifizierung APC 2 (7 kA prospektiver Kurzschlussstrom, 0,5 s Dauer). EN 61482-2 regelt primär Schutzkleidung; die Übertragung auf Handschutz ist im Kontext des Prüfberichts und der DGUV Information 203-077 zu bewerten.
Mechanischer Schutz (EN 388) 3112X EN 388:2016+A1:2018
Abrieb: Stufe 3 | Schnitt (Coupe): Stufe 1 | Weiterreißen: Stufe 1 | Durchstich: Stufe 2 | TDM-Schnitt nach ISO 13997: X (nicht geprüft). Der Buchstabe X bedeutet „nicht geprüft“, kein Versagen.
Hitze- & Flammschutz (EN 407) 4X2XXX EN 407:2020
Begrenzte Flammenausbreitung: Stufe 4 | Kontaktwärme: X | Konvektive Wärme: Stufe 2 | Strahlungswärme: X | Kleine Metallspritzer: X | Große Mengen flüssigen Metalls: X.
Aufbau Innenhand Hochwertiges, geschmeidiges Vollrindleder Naturleder
Geschmeidiges Vollrindleder, das sich der Fingeranatomie anpasst und hohe Griffsicherheit, Abriebfestigkeit sowie feine Tastempfindlichkeit vereint.
Aufbau Handrücken Polychloropren-beschichtetes Para-Aramid-Gewebe Spezialkomposit
Hochdichtes Kompositgewebe als thermischer Schutzschild gegen extreme Strahlungswärme und schlagartige Lichtbogenplasma-Einwirkung.
Verfügbares Größenspektrum 9 (S), 10 (M), 11 (L), 12 (XL), 13 (XXL) 5 Industriegrößen
Fünf genormte Industriegrößen für die Handanatomie von Elektrofachkräften im direkten Einsatz wie auch als Überhandschuh.
Gesamtlängenbereich 280 – 330 mm (Größe 9–10: 280–300 mm, Größe 11–13: 310–330 mm) ASTM-F696-konforme Stulpe
Schutzstulpe zur Überlappung mit Störlichtbogen-Jackenärmeln unter Wahrung des dielektrischen Kriechstromabstands nach ASTM F696 über 360/410 mm langen Isolierhandschuhen.
Zertifizierung durch Benannte Stelle CE 0161 (AITEX — Spanien / EU) EU-Baumusterprüfung
Geprüft, verifiziert und baumusterzertifiziert durch die europäische Benannte Stelle 0161 (AITEX) gemäß PSA-Verordnung (EU) 2016/425.
Warentarifnummer (HS / Zolltarif) 4203.29.10 Zollposition
Internationale HS-Zolltarifnummer für gewerbliche Arbeitsschutzhandschuhe aus Naturleder.
Grundnorm Schutzhandschuhe EN ISO 21420:2020 AITEX 0161 geprüft
Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe: Ergonomie, Fingerfertigkeit (Stufe 4), chemische Unschädlichkeit (neutraler pH-Wert, kein nachweisbares Chrom VI) und Größenbezeichnung (AITEX CE 0161).
Gewicht, Verpackung & Logistik ~200 g / Paar • 40 Paar / Karton Logistik & Versand
Standardversandkonfiguration: ~200 g Nenngewicht pro Paar, 40 Paar je Exportkarton (~9 kg brutto), Mindestbestellmenge (MOQ): 120 Paar (3 Kartons), EXW Istanbul. OEM-/Private-Label-Fertigung für qualifizierte Fachhändler möglich. Inklusive Benutzerinformation.
Eingenähtes Konformitätsetikett PALM 28 cal/cm² | DORSAL 125 cal/cm² | APC 2 Dauerhaftes CE-Etikett
Dauerhaft im Handschuhinneren vernähte Konformitätskennzeichnung mit Open-Arc- und Box-Test-Leistungsdaten.
PSA-Risikokategorie Kategorie III (Verordnung (EU) 2016/425) CE 0161 zertifiziert
Höchste europäische PSA-Risikoklasse zum Schutz gegen tödliche Gefahren und irreversible Gesundheitsschäden; überwacht durch AITEX CE 0161.
Abstimmung zu Isolierhandschuhen 280–330 mm (ASTM-F696-Kriechstromabstand über 360/410 mm Klasse 00–2 gewahrt) ASTM F696 & OSHA 1910.269
Abgestimmte Stulpenlängen von 280–330 mm wahren den vorgeschriebenen freien Elastomer-Überschlagsabstand (≥13–51 mm) über Isolierhandschuhen nach DIN EN 60903 / ASTM D120 der Klassen 00–2 (360/410 mm).
Dielektrische Schutzabgrenzung Thermischer Lichtbogenschutz (Nicht isolierend) Systemgrenze
ArSafe dient ausschließlich dem thermischen Schutz gegen Störlichtbögen. Er ersetzt KEINE elektrisch isolierenden Handschuhe nach DIN EN 60903 / ASTM D120 und schützt NICHT gegen elektrischen Schlag.
MECHANISCHE BESTÄNDIGKEIT

EN 388:2016+A1:2018

3112X

Akkreditierte Einzelbewertung der Vollrindleder-Innenhand in der mechanischen Prüfung:

Abriebfestigkeit Stufe 3 / 4 (Hoch)
Schnittfestigkeit (Coupe-Test) Stufe 1 / 5
Weiterreißfestigkeit Stufe 1 / 4
Durchstichfestigkeit Stufe 2 / 4 (Ausgewogen)
TDM-Schnittfestigkeit (ISO 13997) X (Nicht geprüft)
HITZE- & FLAMMSCHUTZLEISTUNG

EN 407:2020

4X2XXX

Akkreditierte Einzelbewertung von Para-Aramid-Komposit und Vollrindleder in der Thermoprüfung:

Begrenzte Flammenausbreitung Stufe 4 / 4 (Maximum)
Kontaktwärme X (Fokus Störlichtbogen)
Konvektive Wärmeübertragung Stufe 2 / 4 (Wirksam)
Strahlungswärme X (Bewertet nach ASTM F2675)
Kleine / große Schmelzmetallspritzer X / X (Kein Gießereihandschuh)
AUSSCHREIBUNGSTEXT & LEISTUNGSVERZEICHNIS

Muster-Leistungsverzeichnis für Beschaffung & Ausschreibung

Geprüfte technische Spezifikationsklauseln zur direkten Übernahme in HSE-Richtlinien, Ausschreibungen von Netzbetreibern (VNB/ÜNB) und Industrieanfragen:

1. Prüfverfahren und Open-Arc-Kennwerte: Der Störlichtbogen-Schutzhandschuh muss nach ASTM F2675 / F2675M geprüft und zertifiziert sein. Der thermische Lichtbogenkennwert (ATPV) auf dem Handrücken (dorsal) muss mindestens 120 cal/cm² betragen (Referenzwert: 125,3 cal/cm²). Der ATPV auf der Innenhand (palmar) muss mindestens 25 cal/cm² betragen (Referenzwert: 28,1 cal/cm²) bei uneingeschränkter Werkzeug-Feinmotorik.
2. Gerichteter Lichtbogen (Box-Test): Der Handschuh muss im Box-Test nach EN 61482-1-2 / IEC 61482-1-2 mindestens die Störlichtbogen-Schutzklasse APC 2 bei einem prospektiven Kurzschlussstrom von 7 kA und einer Lichtbogendauer von 0,5 Sekunden gemäß Bewertungsrahmen der DGUV Information 203-077 erreichen.
3. Materialarchitektur und Nahtintegrität: Der Handrücken besteht aus einem nicht schmelzenden, nicht abtropfenden, Polychloropren-beschichteten Para-Aramid-Kompositgewebe gegen hohe Strahlungswärme und direkte Plasmaeinwirkung. Die Innenhand ist aus anatomisch vorgeformtem Vollrindleder gefertigt. Sämtliche Konstruktionsnähte sind mit flammfestem 100-%-Para-Aramid-Industriegarn auszuführen.
4. Mechanische und thermische Leistungsstufen: Der Handschuh muss mindestens die Leistungsstufen 3112X nach EN 388:2016+A1:2018 (Abrieb 3, Schnitt 1, Weiterreißen 1, Durchstich 2, ISO-TDM X) sowie 4X2XXX nach EN 407:2020 (Begrenzte Flammenausbreitung Stufe 4, Konvektive Wärme Stufe 2) nachweisen.
5. Konformität als PSA der Kategorie III: Das Produkt muss als Persönliche Schutzausrüstung der Kategorie III gemäß Verordnung (EU) 2016/425 eingestuft sein und über eine gültige EU-Baumusterprüfbescheinigung einer akkreditierten europäischen Benannten Stelle (AITEX CE 0161) verfügen. EU-Konformitätserklärung (DoC) und Benutzerinformation liegen jeder Lieferung bei.
6. Kompatibilität mit Isolierhandschuhen & Größenspektrum: Der Handschuh muss gemäß OSHA 1910.269 und ASTM F696 uneingeschränkt als äußerer Überhandschuh über elektrisch isolierenden Handschuhen nach DIN EN 60903 / ASTM D120 der Klassen 00, 0, 1 und 2 einsetzbar sein. Lieferbar in mindestens fünf Größen — 9 (S), 10 (M), 11 (L), 12 (XL), 13 (XXL) — mit Gesamtlängen von 280–330 mm (Größe 9–10: 280–300 mm, Größe 11–13: 310–330 mm) zur Wahrung des freien Überschlagsabstands über 360/410-mm-Isolierhandschuhen.
7. Netzbetreiber-Qualifikation und Bemusterung: Der Handschuh erfüllt die technischen Prüfkriterien von Verteil- und Übertragungsnetzbetreibern (VNB/ÜNB). Der Bieter stellt auf Anforderung akkreditierte Prüfberichte sowie Musterpaare für Trageversuche durch die Arbeitssicherheit (HSE) bereit.
8. Biomechanische und klinische Auslegung (ASSH & Histologie): Die Handschuharchitektur entspricht den klinischen ASSH-Leitlinien zu Verbrennungen der oberen Extremität (wonach Störlichtbogen- und Strahlungseinwirkungen überwiegend den Handrücken treffen), der reflektorischen Unterarm-Pronation (200–250 ms Schreckreflex) sowie der Werkzeugabschattung der Innenhand. Zum Schutz der ~0,1 mm dünnen dorsalen Epidermis und der oberflächlichen Strecksehnen vor tiefen Nekrosen und Escharotomie bietet der Handrücken mindestens 120 cal/cm² (Referenzwert: 125,3 cal/cm²) Kompositpanzerung, während die durch Stratum corneum und Werkzeugschatten geschützte Innenhand mindestens 25 cal/cm² (Referenzwert: 28,1 cal/cm²) Naturleder für höchste Feinmotorik aufweist.
OFFIZIELLE KONFORMITÄTS- & DOKUMENTATIONSBIBLIOTHEK

Technische Dokumentations- & Nachweisbibliothek

Prüfen oder laden Sie direkt verifizierte technische Datenblätter, den Produktkatalog, das CE-Baumusterkennzeichnungsblatt sowie das komplette technische Archiv des Herstellers BundleTec herunter.

🇬🇧 EN • Englisch PDF • 310,1 KB

ArSafe Produktkatalog & Technisches Datenblatt (TDS — EN)

Offizielles internationales Ingenieur-Datenblatt. Dokumentiert Open-Arc-Werte nach ASTM F2675/F2675M, Vergleich mit Überhandschuhen nach ASTM F696, Kombinierbarkeit mit Isolierhandschuhen und Größentabelle.

  • ASTM-F2675-Open-Arc-Kennwerte (125,3 / 28,1 cal/cm²)
  • Offizielle Handumfangs- & Längentabelle (Größen 9–13)
  • Übertrifft ASTM-F696-Schutzziel & erfüllt OSHA 1910.269
  • Warentarifnummer (HS-Code): 4203.29.10
🌐 CE • Etikett PDF • 91,6 KB

ArSafe EU-Baumusterkennzeichnung & Etikettenspezifikation

Spezifikation des dauerhaft eingenähten Typenschilds mit den Normpiktogrammen Palm ATPV 28 cal/cm², Dorsal ATPV 125 cal/cm² und EN 61482-1-2 APC 2.

  • ATPV Handrücken: dauerhafte Kennzeichnung 125 cal/cm²
  • ATPV Innenhand: dauerhafte Kennzeichnung 28 cal/cm²
  • Offizielles Normpiktogramm EN 61482-1-2: Box-Test APC 2
  • Konformitätsreferenz der Benannten Stelle AITEX CE 0161
🇹🇷 TR • Katalog PDF • 16,3 MB

ArSafe APC 2 Produktkatalog & Ingenieurleitfaden

Umfassender Fachkatalog zur asymmetrischen Handrücken-/Innenhand-Architektur, zum IEEE-1584-Handdistanzmodell und zu Netzbetreiber-Referenzen.

  • Hochauflösender Schicht- & Nahtaufbau
  • Kriechstrom-Abstandsdiagramme für EN-60903-Handschuhe
  • Praxisreferenzen bei Verteilnetzbetreibern (BEDAŞ & TREDAŞ)
  • Bewertungsleitfaden für Einkauf und Arbeitssicherheit (HSE)
📦 ZIP • Komplettarchiv ZIP • 224 KB

Vollständiges Technisches Dokumentationsarchiv ArSafe APC 2 (ZIP)

Kompaktes englischsprachiges 2-PDF-Paket mit dem offiziellen Produktkatalog & Technischen Datenblatt (arsafe-tds-en.pdf) sowie dem CE-0161-Kennzeichnungsschema (arsafe-urun-etiketi.pdf). Der 16,3 MB große türkische Ingenieurleitfaden steht oben separat zum Download bereit.

  • Englischer Produktkatalog & Technisches Datenblatt (310,1 KB)
  • CE 0161 AITEX Typenschild- & Normenschema (91,6 KB)
  • Kompaktes 2-PDF-Offline-Paket für HSE & Einkauf (224 KB)
  • 16,3 MB Türkischer Ingenieurleitfaden Separat Oben Verfügbar
ERGONOMIE & EINSATZDAUER

Passgenaue Größenwahl & Pflegeprotokoll

Ein exakt sitzender Störlichtbogen-Handschuh vermeidet isolationsmindernde Lufttaschen und sichert volle Fingerfertigkeit bei Kleinteilmontage und Schalthandlungen.

Interaktiver Größenwähler & Maßangaben

Messen Sie den Umfang Ihrer dominanten Mittelhand (ohne Daumen) mit einem Maßband und wählen Sie unten Ihre Größe:

ArSafe Größenleitfaden: A Handumfang und B Gesamtlänge A: Handumfang B: Länge

So ermitteln Sie Ihre Handschuhgröße

  1. A (Handumfang): Führen Sie ein flexibles Maßband knapp oberhalb des Daumenansatzes um die Mittelhand.
  2. B (Gesamtlänge): Gesamtlänge inklusive Stulpe zur sicheren Überlappung mit dem Schutzjackenärmel.
  3. Empfehlung: Beim Tragen als Überhandschuh über EN-60903-Isolierhandschuhen empfiehlt sich eine Nummer größer für leichtes Anziehen.
Handflächenumfang: 230 mm
Gesamtlänge: 300 mm
Anwenderprofil: Mittlere Standardgröße für Elektrofachkräfte
Größe EU-Größe Handumfang Gesamtlänge Anatomisches Profil
9 S 220 mm 280 mm Kleine bis mittlere Handanatomie
10 M 230 mm 300 mm Mittlere Standardgröße für Elektrofachkräfte
11 L 240 mm 320 mm Große Hände / Tragen über Isolierhandschuhen
12 XL 250 mm 310 mm Breite Handfläche
13 XXL 260 mm 330 mm Sehr große Handanatomie
Technischer Hinweis: Im offiziellen Herstellerdatenblatt sind die Gesamtlängen der Größen 11 und 12 mit 320 mm bzw. 310 mm dokumentiert und werden hier unverändert wiedergegeben. Maßgeblich für die Größenwahl in der Praxis ist der Handflächenumfang über den Mittelhandknochen.
💡 Die gewählte Größe wird automatisch in das untenstehende Anfrageformular übernommen.

Pflege-, Lagerungs- & Prüfprotokoll

Lagerungsvorgaben

Handschuhe in der Originalverpackung an einem sauberen, trockenen und gut belüfteten Ort lagern — geschützt vor direkter UV-Sonneneinstrahlung, Ozonquellen und Feuchtigkeit.

Reinigungs- & Pflegehinweise

Nicht maschinell waschen, bleichen, im Trockner trocknen, bügeln oder chemisch reinigen. Leichte Verschmutzungen mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen und bei Raumtemperatur an der Luft trocknen lassen.

Sichtprüfung vor jedem Einsatz

Vor jeder Schalthandlung sorgfältig auf Nahtschäden, Einstiche im Leder, Ölverschmutzung oder chemische Alterung prüfen. Beschädigte PSA ist unverzüglich auszusondern.

Zolltarifnummer (HS-Code) 4203.29.10
Eigengewicht / Paar ~200 g / Paar
Verpackungseinheit 40 Paar / Karton (~9 kg)
Stulpenlänge (Größe 9–13) 280–330 mm (ASTM-F696-konform)
Ursprung & Lieferbasis EXW Istanbul, Türkei
HÄUFIG GESTELLTE TECHNISCHE FRAGEN

Ingenieurtechnische Fragen & Antworten

Fundierte Fachantworten zu Normkonformität, Abgrenzung zu Isolierhandschuhen nach EN 60903 und praktischer Anwendung im Schaltbetrieb.

Worin liegt der grundlegende Unterschied zwischen einem Störlichtbogen-Schutzhandschuh und einem Isolierhandschuh nach EN 60903?
Beide PSA-Komponenten adressieren völlig unterschiedliche physikalische Gefährdungen. Elektrisch isolierende Handschuhe (zertifiziert nach DIN EN 60903 oder ASTM D120) bestehen aus dielektrischem Elastomer und verhindern eine Körperdurchströmung bei Berührung aktiver Teile. Der ArSafe Störlichtbogen-Schutzhandschuh hingegen schützt die Hände vor extremer Strahlungswärme, optischer Strahlung und expandierendem Lichtbogenplasma. Er ersetzt keine elektrisch isolierenden Handschuhe nach EN 60903 / ASTM D120; beim Arbeiten unter Spannung (AuS) muss er mit zertifizierten Isolierhandschuhen der passenden Spannungsklasse kombiniert werden.
Warum werden getrennte ATPV-Werte für Handrücken (125,3 cal/cm²) und Innenhand (28,1 cal/cm²) ausgewiesen?
Diese Zweizonen-Bewertung bildet die reale Greifbiomechanik an elektrischen Anlagen ab. Beim Schalten oder Prüfen umfasst die Elektrofachkraft ein isoliertes Handwerkzeug (Knarre, Schraubendreher, NH-Aufsteckgriff, Prüfspitze). Im Moment der Lichtbogenzündung ist die Innenhand fest um den Werkzeuggriff geschlossen und geometrisch gegen direkte Plasmastrahlung abgeschattet. Unmittelbar exponiert ist hingegen der HANDRÜCKEN (dorsal). Viele herkömmliche Handschuhe polstern die Innenhand übermäßig auf und lassen den Handrücken verwundbar. ArSafe löst dieses Paradoxon mit einem 125,3 cal/cm² Polychloropren-Para-Aramid-Hitzeschild auf dem Handrücken und erhält mit 28,1 cal/cm² geschmeidigem Vollrindleder auf der abgeschatteten Innenhand volle Feinmotorik.
Was genau beschreibt der ATPV-Kennwert (Arc Thermal Performance Value) nach ASTM F2675?
Der ATPV (Arc Thermal Performance Value) bezeichnet nach ASTM F2675/F2675M-23 diejenige einfallende Lichtbogen-Energiedichte (in cal/cm²), bei der statistisch eine 50-%-Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Wärmedurchgang den Schwellenwert einer Verbrennung 2. Grades nach Stoll-Kurve erreicht. Der ATPV ist ein genormter Laborvergleichswert und keine Garantie für absolute Verletzungsfreiheit. In der Gefährdungsbeurteilung muss die berechnete Einwirkenergie am Arbeitsabstand stets mit Sicherheitsmarge unterhalb des zertifizierten ATPV-Werts der PSA liegen.
Lassen sich Box-Test-Klassen (APC) und Open-Arc-ATPV-Werte mathematisch ineinander umrechnen?
Nein. Beide Kenngrößen entstammen physikalisch unterschiedlichen Prüfverfahren und sind nicht direkt ineinander umrechenbar. Die Störlichtbogen-Schutzklasse (APC) nach EN 61482-1-2 / IEC 61482-1-2 (Box-Test, Bewertungsrahmen DGUV Information 203-077) prüft mit einem gerichteten Lichtbogen in einer Prüfkammer bei festen Kurzschlussparametern (APC 2 entspricht 7 kA über 0,5 s). Die Open-Arc-Prüfung nach ASTM F2675 erzeugt hingegen einen frei brennenden Lichtbogen über verschiedene Energiestufen zur Bestimmung eines kontinuierlichen Kennwerts in cal/cm² (ATPV). Beide Nachweise ergänzen sich sinnvoll.
Wie erhalten Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Einkauf akkreditierte Prüfberichte und Konformitätsunterlagen?
Alle frei verfügbaren Unterlagen stehen in unserer Technischen Dokumentationsbibliothek zum Sofort-Download bereit: englisches Datenblatt TDS (310,1 KB), CE-Baumusterkennzeichnungsblatt (91,6 KB), Produktkatalog (16,3 MB) und vollständiges ZIP-Archiv (224 KB). Für vollständige AITEX-Laborprüfberichte, Ausschreibungsmatrizen oder Bemusterungspaare senden Sie bitte das technische Anfrageformular auf dieser Seite an unser Ingenieurteam.
Wie ermitteln Verantwortliche im Netzbetrieb die passende Handschuhgröße für ihre Teams?
ArSafe wird in fünf genormten Industriegrößen gefertigt: 9 (S), 10 (M), 11 (L), 12 (XL) und 13 (XXL). Gemessen wird der Umfang der dominanten Hand an der breitesten Stelle der Mittelhand (ohne Daumen) mit einem flexiblen Maßband. Ein passgenauer Sitz verhindert unerwünschte Luftpolster an den Fingerkuppen und sichert optimale Tastempfindlichkeit an Kabelschuhen und Prüfklemmen.
Wie wird der ArSafe Handschuh in ein ganzheitliches betriebliches Störlichtbogen-PSA-Konzept integriert?
Gemäß dem TOP-Prinzip (EN 50110, DGUV Vorschrift 3, DGUV Information 203-077, IEEE 1584) hat das Herstellen des spannungsfreien Zustands nach den Fünf Sicherheitsregeln (Freischalten / LOTO) stets oberste Priorität. Wo Schalthandlungen oder Messungen in der Nähe aktiver Teile unvermeidbar sind, sollte die Einwirkenergie am Arbeitsabstand auf unserer Simulationsplattform ArcSim (arcsim.info/en/) (cal/cm² & APC 1/2) berechnet werden. ArSafe wird anschließend lückenlos mit Störlichtbogen-Schutzanzug, Schutzhaube und Visier kombiniert.
Erfüllt ArSafe die Vorgaben nach OSHA 1910.269 als Überhandschuh über elektrisch isolierenden Gummihandschuhen?
Ja. OSHA 1910.269 schreibt äußere Schutz-Überhandschuhe über dielektrischen Isolierhandschuhen vor. Herkömmliche Vollleder-Überhandschuhe (ASTM F696) bieten lediglich mechanischen Schutz ohne zertifizierte Störlichtbogendämpfung (und erleiden bei >15 cal/cm² Plasmahitze 30–50 % thermische Lederschrumpfung). ArSafe übertrifft ASTM F696 deutlich: Er vereint mechanische Beständigkeit nach EN 388 (3112X) mit 125,3 cal/cm² (0 % Schrumpfung am Handrücken) dorsal und 28,1 cal/cm² palmar. Die Gesamtlänge von 280–330 mm wahrt den Überschlagsabstand nach ASTM F696 über 360/410-mm-Isolierhandschuhen der Klassen 00, 0, 1 und 2.
Warum ist das zweilagige Modulsystem „Standard-Isolierhandschuh + ArSafe“ einteiligen „Isoarc“-Handschuhen überlegen?
Einteilige „Isoarc“-Handschuhe sind Elastomer-Isolierhandschuhe mit flammhemmenden Zuschlagstoffen. Gerade in dünnen Spannungsklassen wie Klasse 00 und Klasse 0 ist ihr Lichtbogenkennwert gering (~14–21,6 cal/cm²), während ArSafe am Handrücken 125,3 cal/cm² (APC 2) bereitstellt. Zudem besitzen Isoarc-Handschuhe dieselbe geringe mechanische Festigkeit wie Standard-Gummihandschuhe: Jeder Kupferdrahtstich oder Kabelgrat zerstört sofort die elektrische Isolation und macht den teuren Komplett-Handschuh unbrauchbar. Das dorsale Polychloropren-Para-Aramid-Gewebe (EN 388: 3112X) von ArSafe wehrt Stiche und Schnitte ab. Das Tragen von ArSafe (Austausch mindestens einmal jährlich) über einem Standard-Isolierhandschuh verlängert dessen Standzeit und senkt die jährlichen Gesamtkosten (TCO) um 45 %–55 % bei deutlich höherer thermischer Sicherheit.
Warum ist laut ASSH-Klinikdaten der Handrücken das primäre Verbrennungsziel, und wie löst ArSafe dieses Paradoxon?
Nach den Leitlinien der American Society for Surgery of the Hand (ASSH) schädigt direkter Stromkontakt primär die Innenhand, während Störlichtbogen- und Flammenstrahlung überwiegend den Handrücken verbrennen. Dafür sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Erstens löst der menschliche Schreckreflex (200–250 ms) eine schützende Unterarm-Pronation vor das Gesicht aus, die den Handrücken direkt zum Explosionszentrum richtet, während der Werkzeuggriff die Innenhand abschattet. Zweitens besitzt der Handrücken eine ~0,1 mm dünne Epidermis ohne Unterhautfett, sodass Strecksehnen und Venennetze rasch tiefreichende Verbrennungen bis zur chirurgischen Escharotomie erleiden — im Gegensatz zur durch ein kräftiges Stratum corneum geschützten Innenhand. ArSafe beantwortet dieses Paradoxon asymmetrisch: 125,3 cal/cm² Kompositpanzerung auf dem Handrücken und geschmeidiges 28,1 cal/cm² Vollrindleder an der Innenhand.
TECHNISCHE FACHBERATUNG & BESCHAFFUNG

Ingenieurberatung & Unternehmensbeschaffung

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Herstellerkontakt & Anwendungsberatung

ArSafe Störlichtbogen-Schutzhandschuhe werden in der Türkei gefertigt, durch AITEX (CE 0161) in der EU baumustergeprüft und weltweit eingesetzt.

BundleTec Endüstriyel Ürünler Makina Sanayi ve Ticaret Ltd. Şti.
Loca 24 No:22 Göktürk Cad. Göktürk Mah. Eyüpsultan / Istanbul, Türkei

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Technische Anfrage & Bemusterung

Nach dem Absenden wird Ihre technische Anfrage direkt an unser Ingenieurteam zur Ausschreibungsunterstützung oder Bemusterung übermittelt.